Dieses Gedicht ist von einer sehr lieben Fotofreundin.
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Dank an Dich

Bei Dir lerne ich
zu sein, wie ich bin
angenommen zu werden
mich selbst anzunehmen
und vor allem
die Menschen anzunehmen
wie sie sind.

Bei Dir lerne ich
nichts zu erwarten
aber auch
keine Erwartungen erfüllen zu müssen
und alles
dem Moment zu überlassen.

Bei Dir lerne ich
dass der Augenblick zählt
nicht der Traum von der Zukunft
oder das Festhalten
an der Vergangenheit
sondern das Mitschwingen
mit dem Rhythmus des Lebens.

Bei Dir lerne ich
dass Lernen Geduld heißt
auch Rückschritt
dass ich stolpern 
und Umwege machen darf
und doch nicht allein bin.

Bei Dir lerne ich
dass Anlehnen nicht Bindung heißt
sondern Verlässlichkeit
dass Vertrauen wachsen muss
und Freiheit
nicht Einsamkeit bedeutet.

All das
lerne ich bei Dir
an Dir
mit Dir
und ich danke Dir
für alles
für Dich.


Von meiner Schwiegermama

Wenn die Blätter der letzten Rose des Sommers fallen,
brechen die dunklen Tage des Winters an. 
Verzweifle nicht,
denn der Frühling und Hoffnung 
werden bald wieder blühn !
Bussi, Mutter. 

Am schwersten lernt man im Leben-
welche Brücken man benutzen
und welche man abbrechen soll.
***
Liebe besteht nicht darin,
dass man einander anschaut,
sondern dass man gemeinsam 
in die selbe Richtung blickt.

DANKE liebe Schwiemu
Am 29.04.2005 sind es 5 Jahre
dass ich Deinem Sohn in die himmelblauen Augen geguckt habe.
Seitdem blicken wir in die selbe Richting ;O)


Das gute Wort

Sag morgens mir ein gutes Wort,
Bevor Du gehst von zu Hause fort.
Es kann soviel am Tag geschehen,
Wer weiß, ob wir uns wiedersehen.

Sag lieb ein Wort zur Guten Nacht,
Wer weiß, ob man noch früh erwacht.
Das Leben ist so schnell vorbei,
Und dann ist es nicht einerlei,
Was Du zuletzt zu mir gesagt,
Was Du zuletzt mich hast gefragt.

Drum lass ein gutes Wort das 
Letzte sein. Bedenk! das Letzte
Könnt's für immer sein!

Editha Theiler 


Dieses schöne Gedicht hat mir meine liebe Schwiegermama gesendet
DANKE und Buuussi



Morgentau

Silberperlen ausgestreut
auf dem Gras, den Hecken,
um ganz früh Natur erneut
schillernd aufzuwecken,
bis die Sonne sich nicht scheut,
alle fortzulecken.

Meine Seele tief sich freut,
Perlen zu entdecken.

Sigrid Mayr-Gruber


Sag mir, was Liebe ist, 
doch nicht mit deiner Stimme. 
Hab schon so viele Worte gehört 
und die meisten vergessen. 

Zeig mir, was Liebe ist, 
doch nicht mit deinen Augen. 
Hab schon so viele Blicke in mein Herz gelassen, 
und keiner ist geblieben. 

Lass mich fühlen, was Liebe ist, 
doch nicht mit deinem Körper.      
Bin schon so oft umarmt worden, 
und weiß kaum noch von wem. 

Lass dein Schweigen      
und meine Zweifel zerschmelzen. 

Schon gewöhnt 

Schon gewöhnt sein 
an deine Art 
zu sprechen 
zu denken 
und mehr von dir hören 
und sehen 
und lesen wollen 
auch deine Stimme 
und deine Hände
 und deine Augen 
und gar nicht nur aus Gewohnheit. 
zu schreiben 



Selbsterkenntnis

Schöpfe aus dem Brunnen
deiner Seele
Bis alles Wasser
frisch und klar wird.
Schütte deine Vergangenheit 
in den Sand,
denn sie will verdunsten.
Atme den Wind,
frage niemanden
und gehe diesen Weg,
bis die Stirn kühl wird 
und der Stein funkelt.

Peter Lauster 



Der Knabe

O Blümelein Vergissmeinnicht!
Entzieh Dich meinem Auge nicht.
Ihr, Veilchen! Nelken! Rosen!
Auf euch verweilt der Sonne Licht,
Als wollt es mit euch kosen;
Doch wenn die Sonne tiefer sinkt,
Wenn Nacht die Farben all verschlingt,
Da reden süße Düfte
Von eurem stillen Leben mir
Und die vertrauten Lüfte
Die bringen eure Grüsse mir.
Doch ach! Vergissmeinnicht, von Dir
Bringt nichts, bringt nichts mir Kunde.
Sag, Blümlein, lebst dem Aug Du nur?
Flieht mit den Farben jede Spur
Mir hin von Deinem Leben?
Hast keine Stimm, die zu mir spricht
Wenn Schatten Dich umgeben?
Karoline von Günderode




Vergissmeinnicht

Die Stimme ach Süsser, die hab ich nicht.
Doch trag ich den Namen Vergissmeinnicht,
der, wenn ich auch schweige,
dem Herzen spricht.

Alle Liebe der Menschen muß erworben, 
erobert und verdient, 
über Hindernisse hinweg erhalten werden; 
Die Mutterliebe allein hat man unerworben und unverdient.
 
Berthold Auerbach



So gern hätt' ich ein schönes Lied gemacht
Von Deiner Liebe, deiner treuen Weise;
Die Gabe, die für andre immer wacht,
Hätt' ich so gern geweckt zu deinem Preise.
 
Doch wie ich auch gesonnen mehr und mehr,
Und wie ich auch die Reime mochte stellen,
Des Herzens Fluten wallten darüber her,
Zerstörten mir des Liedes zarte Wellen.
 
So nimm die einfach schlichte Gabe hin,
Von einfach ungeschmücktem Wort getragen,
Und meine ganze Seele nimm darin:
Wo man am meisten fühlt,
weiß man nicht viel zu sagen.
 
Annette von Droste- Hülshoff



In allen Himmelsgefilden oben,
wo Engel raunend zusammenlaufen,
um mit einem Namen die Liebe zu loben,
fand man nur Mutter, um die Liebe zu taufen.
 
Edgar Allan Poe
 


Wenn die Lichter der Menschen verlöschen und der Lärm der Welt verstummt, 
dann sehen wir die Sterne in der Nacht, die wir noch nie gesehen haben. 
Wenn es noch dunkler wird, leuchten sie. Hoffnung ist da,
ein Ausweg, denn du siehst weiter.
Du schaust wieder nach oben.       

Phil Bosmans



Nicht, dass von jedem Leid verschont Du mögest bleiben,
noch, dass dein künft'ger Weg stets Rosen für Dich trage
und keine bittere Träne über Deine Wangen komme
dies alles, nein, das wünsche ich Dir nicht!
Mein Wunsch für Dich ist vielmehr dieser:
dass dankbar Du und allezeit bewahrst in Deinem Herzen
die kostbare Erinnerung der guten Ding' in Deinem Leben;
Dass mutig Du stehst in Deiner Prüfung,
wenn hart das Kreuz auf Deinen Schultern liegt
und wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt,
ja selbst das Licht der Hoffnung zu entschwinden droht;
Dass jede Gottesgabe in Dir wachse
und mit den Jahren sie Dir helfe,
die Herzen froh zu machen, die Du liebst;
Dass immer einen wahren Freund Du hast,
der Freundschaft wert, der Dir Vertrauen gibt,
wenn Dir's an Licht gebricht und Kraft;
Dass Du dank ihm den Stürmen standhältst
und so die Höhen doch erreichst.          

Altirischer Segenswunsch



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